Montag, 25. März 2013

Don't take this waltz!

"Take This Waltz" ist ein Film mit einer an und für sich guten Idee: Man nehme all die Zutaten für die üblichen magischen Sommerromanzenfilmchen, wie Hipster-Paare, komische Alkis, stark-sanftmütige-hundewelpenäugige Männer und ein freiheitsliebendes Elfenmädchen und mische sie falsch zusammen. Vielleicht kommt ja eine Satire heraus. Problem: "Take This Waltz" ist öde. Ein endloser, sentimentaler Kommentar darauf, dass Beziehungen so halt nicht funktionieren, wie man das gerne hätte. Alternative Titel: "Das Leben ist kein Ponyhof - der Film" oder "First World Problems 1: Love".

Donnerstag, 14. März 2013

Trailerschau (1): "Kick Ass 2" mit Jim Carrey, Star Trek und After Earth mit Daddy Issues

Trailern soll man nicht trauen, aber sie anzuschauen ist lustig. Was denkt sich das Marketing aus, um uns hungrig zu machen? Größte Überraschung diese Woche: Der Red-Band-Trailer von "Kick-Ass 2", der erste Trailer überhaupt für die Fortsetzung des erfolgreichen Superheldenfilms von 2010. "Red Band" heißt: Was folgt, nämlich dass Jugendliche fluchen, sich schlagen und dass Jim Carrey als Colonel Stars& and Stripes einen Baseballschläger liebevoll küsst, ist nur für Erwachsene.

Dienstag, 12. März 2013

Goodbye Mickey - Disney wendet sich (wieder) von traditioneller Animation ab


Am sechsten März 2013 erklärte Disney-CEO Bob Iger auf der jährlichen Aktionärsversammlung, aktuell arbeite man bei Disney nicht an Projekten mit traditioneller, handgezeichneter, zweidimensionaler Animation, und für die nächste Zukunft liefen auch keine neuen an. Offenbar setzt der frühere Pionier der Animation weiter auf Computer und verfolgt John Lasseters Plädoyer, dass auch die traditionelle Animation ihren Platz hat, aktuell nicht weiter. Das ist schade. Mehr noch: Es ist dumm. Denn nun wird es solche Filme nicht mehr geben:

Montag, 4. März 2013

Das Kino als moralische Anstalt (1): Flight

Für zwei Goldjungen war „Flight“ nominiert. Bester Hauptdarsteller für Denzel Washington und bestes Drehbuch für John Gatis. Die Oscars sind Preise für Filme, die ein möglichst breites Publikum verzaubern können, die darum meist einfach gestrickt sind. Was kein Vorwurf sein soll. Ich schaue mir lieber dreimal „It Happened One Night“ an, als die „Kunst“, die gerne auf Festivals spukt und die uns drei Stunden Linoleumfußboden zeigt. Es ist dennoch erstaunlich, wie einfach gestrickt manche Filme bei der Moral sind: