Sonntag, 22. September 2013

Tut das Deutsche lieben!

Wenn ein Cello bedeutungsschwanger schrummelt und in leicht hellgrauer, serifenloser Schrift der Vorspann auf tintenschwarzer Leinwand erscheint, wenn dieser all die deutschen Institutionen auflistet, die Geld in den folgenden Film gesteckt haben und wenn es dazu noch ihrer viele sind, weiß der Zuschauer: Es droht Unheil. Deutsches Filmunheil. Bei „Zum Geburtstag“ kam neben dem normalen deutschen Filmunheil noch hinzu, dass der Film nich tmal Deutsch spricht. Allerdings: Das spricht kaum ein Film.

Sonntag, 15. September 2013

Wadjda oder die Leichtigkeit der religiösen Diktatur

Ein Kind wünscht sich ein Fahrrad, spart darauf Geld und nimmt an einem Wettbewerb Teil, um sich mit dem Preisgeld den Wunsch zu erfüllen. Nur: Das Kind ist ein Mädchen in Saudi-Arabien, und da darf sie kaum vor die Tür, geschweige denn, dass sie Fahrrad fahren dürfte. Ein Gesetz dagegen gibt es nicht, aber Mädchen und Frauen fahren einfach nicht Rad. Das geht nicht, das gibt’s nicht. Weil: Das ist so. In der Welt, in dem "Das Mädchen Wadjda" lebt: Saudi Arabien.