„La Grande Bellezza“ bietet jedem Kritiker eine offene Flanke an. Ein Film über einen Schreiberling, der in der mondänen Gesellschaft von Party zu Party tingelt. Ein Film über Rom. Also, schreien wir zusammen: Fellini! Plagiat! Rah! Der Verriss schreibt sich quasi von selbst – und schriebe ich ich, hätte ich dabei noch die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, ganz viele kulturell hochwertige Streifen gesehen zu haben. Nur: So ein Verriss wäre ungerechtfertig, denn Paolo Sorrentinos neuer Film ist völlig eigenständig, sowohl bei der Geschichte als auch bei der Ästhetik: