Charlton Heston als Moses! Wie kann man die Rolle eines der großen biblischen Propheten mit einem unerfahrenen Schauspieler besetzen, der zuvor lediglich als Zirkusdirektor in „Die größte Schau der Welt“ aufgefallen war. Der Regisseur nahm ihn offenbar auch wegen seiner physischen Ähnlichkeit zur Moses-Statue von Michelangelo – aber Michelangelos Moses-Interpretation ist doch wohl kaum allgemein anerkannter Kanon! Und damit zu einer noch viel wichtigeren quasi-biblischen Figur und einer ebenfalls kontroversen Casting-Entscheidung: Ben Affleck als Batman.
Freitag, 30. August 2013
Wer darf Batman spielen?
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Montag, 19. August 2013
Elysium, Pandämonium, Brimborium
Oh Elysium, ich wollte Dich doch lieben. Gesehnt hatte ich mich nach guter Science Fiction und eingebildet hatte ich mir, Du würdest das sein. Doch am Ende von Neil Blomkamps neuem Film, in dem immerhin Matt Damon und Jodie Foster mitspielen, muss ich sagen: Lass uns Freunde ... nein, lass uns Bekannte bleiben.
Samstag, 10. August 2013
La Grande Bellezza feiert bessere Partys als The Great Gatsby
„La Grande Bellezza“ bietet jedem Kritiker eine offene Flanke an. Ein Film über einen Schreiberling, der in der mondänen Gesellschaft von Party zu Party tingelt. Ein Film über Rom. Also, schreien wir zusammen: Fellini! Plagiat! Rah! Der Verriss schreibt sich quasi von selbst – und schriebe ich ich, hätte ich dabei noch die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, ganz viele kulturell hochwertige Streifen gesehen zu haben. Nur: So ein Verriss wäre ungerechtfertig, denn Paolo Sorrentinos neuer Film ist völlig eigenständig, sowohl bei der Geschichte als auch bei der Ästhetik:
Sonntag, 28. Juli 2013
Only God Forgives - Critcis won't
Blut, Blut, Blut – das forderte die eine oder andere Kritik an „Only God Forgives“. Mehr Blut auf dem Schirm (aber bitte sinnvoll und moralisch vertretbar vergossen) und das des Filmemachers Nicolas Winding Refn (dafür, dass er das Blut so sinnlos vergießen lässt – und dann auch noch so wenig). Andere preisen ihn als Meisterwerk. So weit würde ich nicht gehen, aber man muss nicht Gott sein, um die Fehler des Films zu vergeben (und auch nicht so blutdürstig wie er, nur ein kleines bisschen). Als erstes ein Blick auf den Trailer, und zwar auf den richtigen. Nicht den, der in den Kinos läuft:
Sonntag, 21. Juli 2013
Paulette und die Freuden der Altersarmut
Paulette (Bernadette LaFont) ist ein vorbildliches Mitglied unserer Leistungsgesellschaft. Statt sich mit 90 Jahren faul vom Staat durchfüttern zu lassen, besinnt sie sich auf ihre einzigartigen Fähigkeiten, adaptiert sie an ein geändertes Marktumfeld und erschließt so ein neues Segment mit einem zahlungskräftigen Klientel und kann dies sogar kurzfristig monopolisieren. Naja gut: Sie verkauft Drogen in diesem witzigen und gut gebauten Film, der einen ernsten Hintergrund hat. Voilà Paulette:
Dienstag, 16. Juli 2013
Spike Lees "Oldboy" - Remakes sind kein Sakrileg,
Sakrileg, ein Remake! Von Park Chan-Wooks „Oldboy“! Wer wagt es? Spike Lee zusammen mit Josh Brolin. Der erste Red-Band-Trailer (also ein Trailer der so böse gewalttätig ist, dass ihn eigentlich niemand sehen darf) ist seit einer knappen Woche draußen und die Reaktionen darauf sind gemischt. Es wäre ja einfach und schön, wenn irgendein Hollywood-Mainstream-Prister (Micheal Bay?) oder -Stümper das Remake gemacht hätte, dann könnte man es jetzt schon mit Inbrunst hassen. So aber sieht es aus, als ob der Film gut werden könnte.
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Montag, 8. Juli 2013
Wo sich Tarantino und Disney ähneln
Was für eine Überschrift. Es ist nur eine Frag der Zeit, dass ich von Samuel Motherf***ing Jackson niedergeschossen werde („Say Disney again! I dare you, I double-dare you!“). Nein? Auch keine heimtückisch kichernde Maus in Sicht (die war mir immer suspekt). Nun also denn noch einmal: Disney-Filme und Tarantino-Filme ähneln sich: Sie verwursten bestehende Geschichten zu einem so starken Ergebnis, das das Original in Vergessenheit geraten lässt. Schauen wir uns doch mal das Dschungelbuch an:
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